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EDITH, ICH HÖR’ DICH IMMER NUR MECKERN!

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So began in 2008 unser Werte-Tag mit unserem kompletten Team. Mit einer externen Trainerin hatten wir besprochen, dass wir starten mit einer sogenannten ‘Kotz-Runde’: Jeder durfte sagen was nicht gefällt.

Und da war sie, die eine Mitarbeiterin, die all ihren Mut sammelte und sagte:

“Edith, ich höre dich immer nur meckern!”

Bääääähm! Das war ein Schlag ins Gesicht. Denn glaube mir: so wollte und will ich nicht sein. Ich fühlte mich schrecklich. Trotzdem, ich schaffte es, der Mitarbeiterin für ihr Feedback zu danken und erkannte ihren Mut an.

Noch heute bin ich ihr sehr dankbar. 

Loben statt meckern

Wir hatten trotzdem einen sehr inspirativen Tag. Aber ich knabberte noch einige Tage an das Feedback…

Ich hatte die Wahl: ich konnte es

  • entweder annehmen und daran arbeiten 
  • oder in die Tonne treten, denn schließlich muss niemand so sein, wie andere wollen.

Ich nahm das Feedback an, und forderte mich selbst heraus:

  1. Ich will nicht mehr meckern!
  2. Ab sofort lobe ich jeden Mitarbeiter mindestens ein Mal pro Tag

Scheinbar einfach, aber keineswegs leicht.

Was ist schon perfekt? Und wem interessiert das?

Es gelang mir weiß Gott nicht vom ersten Tag an. Aber Tag für Tag wurde ich besser darin, mir die Zunge abzubeißen wenn wieder etwas war, was mir nicht gefiel: Aschenbecher voll, nicht gefegt, Spülbecken nicht entkalkt usw. Oft stellte ich fest, wie unwichtig all dieser Kleinkram eigentlich war, über den ich mich früher ärgerte. 

Ich stellte fest, dass mein Perfektionismus nur in meinem Kopf statt fand. Was ist schon perfekt? Und wen interessiert das?

OK, Herz-OPs vielleicht ausgenommen…

Wir machen alle viel mehr richtig als falsch

Ich lernte: jeden Mitarbeiter mindestens ein Mal pro Tag zu loben, ist eigentlich ganz einfach. Denn jeder von uns macht jeden Tag viel mehr richtig als falsch.

Wir sind es nur nicht gewohnt, über das zu sprechen, was gut läuft.

 Jeder von uns hört ca. 22 negative Suggestionen täglich: Du bist zu jung, zu alt, zu klein, zu dick, zu was-weiß-ich. Hinzu kommen viele schlechte Nachrichten in den öffentlichen Medien. So lenken wir alle gemeinsam den Fokus auf das Negative – und meckern.

Nicht gemeckert ist gelobt genug

Den Spruch kannst Du knicken! Diese Haltung hat gar nichts mit wertschätzender, nachhaltiger Mitarbeiterführung zu tun. 

Ich hörte nicht nur auf zu meckern, sondern begann ganz aktiv wert zu schätzen. Es war wie ein Muskel, den ich trainierte. Diese Veränderung hatte große Auswirkungen, auf jedes Teammitglied, auf das gesamte Team, auf die Gäste und auch auf mich und mein ganzes Leben. r

Irgendwie wurde meine ganze Welt heller

Je konkreter, individueller und emotionaler die Wertschätzung, desto strahlender das Gesicht deines Gegenübers. 

Probiere es aus und mach die Welt heller!

Teile deine Ideen und Erfahrungen mit nachhaltiger Führung mit uns im

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Ich freue mich auf dich. Sehr sogar!

Herzliche Grüße
Edith Roebers
Deine Expertin für erfolgreiches Gastro-Business